Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) registriert einen deutlichen Anstieg an Verletzungen durch unsachgemäße Avocado-Zubereitung. Die sogenannte „Avocado-Hand“ tritt auf, wenn Menschen versuchen, den Kern der Frucht mit einem Messer zu entfernen, was zu schwerwiegenden Verletzungen an Nerven, Sehnen und Blutgefäßen führen kann. Besonders häufig sind Frauen betroffen, wie aus der aktuellen Fallauswertung hervorgeht.
Mediziner warnen vor der verbreiteten, aber gefährlichen Praxis, den Avocadokern direkt aus der Frucht zu schlagen oder herauszustechen. „Die meisten Patienten unterschätzen die Kraft, die beim Abrutschen des Messers freigesetzt wird“, erklärt ein Handchirurg des UKSH. Die Folgen reichen von tiefen Schnittwunden bis hin zu langwierigen Operationen und dauerhaften Funktionseinschränkungen der Hand.
Die Klinik empfiehlt stattdessen, den Kern durch gezieltes Anschlagen der Frucht oder mit speziellen Küchenhelfern zu lösen – oder ihn direkt in der Schale zu lassen. Gleichzeitig wird eine verstärkte Aufklärungskampagne in Erwägung gezogen, um die Bevölkerung über das Risiko zu informieren. Die Zahl der Behandlungsfälle hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht, was auf eine wachsende Beliebtheit der Frucht und gleichzeitig mangelnde Kenntnis der sicheren Zubereitung hindeutet.
Quellen: Welt Online