Die Wälder in Thüringen leiden weiter stark unter den Folgen der anhaltenden Trockenheit. Wie der MDR unter Berufung auf aktuelle Bilanzen berichtet, hat sich die Fläche mit sichtbaren Trockenheitsschäden im Juli innerhalb eines Monats verzehnfacht. Inzwischen sind fast 600 Hektar Wald betroffen, wobei vor allem junge Baumbestände unter dem Wassermangel leiden.
Experten befürchten, dass die geschwächten Bäume anfälliger für Schädlinge und Pilzbefall werden. Die Forstbehörden beobachten die Entwicklung besonders aufgefordert, da die Kombination aus Hitze, fehlendem Niederschlag und steigenden Temperaturen die Regenerationsfähigkeit der Wälder beeinträchtigt. Langfristig könnte dies die Zusammensetzung der Baumarten verändern und den Waldumbau beschleunigen.
Immer mehr Waldbesitzer setzen auf klimaresistente Baumarten wie Eiche oder Douglasie, um die Wälder für die Zukunft zu wappnen. Gleichzeitig appellieren Forstexperten an die Bevölkerung, Waldgebiete vorsichtig zu nutzen, Feuerquellen zu vermeiden und auf Hinweisschilder zu achten. Die Hoffnung ruht nun auf ausreichenden Niederschlägen in den kommenden Wochen, um zumindest die jungen Pflanzen zu retten.
Quellen: MDR – Nachrichten