Ein Meilenstein für Berlins kulturelle Landschaft: Auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain wurde am Dienstag eine lang ersehnte Einigung erzielt. Die Zukunft von Club Cassiopeia, der Skatehalle Berlin und weiteren kulturellen Projekten ist damit für mindestens 30 Jahre gesichert. Nach monatelangen Verhandlungen zwischen Projektträgern, der Senatsverwaltung und der Immobilienbehörde konnte ein Kompromiss gefunden werden, der den Erhalt der kreativen Nutzung garantiert.
Das RAW-Gelände, einst Industrieareal und heute ein Zentrum alternativer Kultur, war immer wieder Ziel von Bebauungsplänen. In den vergangenen Jahren fürchteten Initiativen um ihre Existenz, da steigende Immobilienpreise und städtische Entwicklungspläne Druck ausübten. Die nun beschlossene Vereinbarung sieht vor, dass die bestehenden Nutzer langfristig verbleiben dürfen, während gleichzeitig kontrollierte Neubaumaßnahmen stattfinden können.
„Das ist ein klares Bekenntnis zur kulturellen Vielfalt Berlins“, sagte eine Sprecherin der Bezirksregierung. „Wir schaffen Raum für Kreativität, Jugendkultur und soziale Projekte – und das dauerhaft.“ Die beteiligten Initiativen reagierten erleichtert. „Das RAW-Gelände ist kein Event-Location, sondern ein lebendiges Ökosystem“, betonte ein Vertreter des Cassiopeia-Teams.
Die Einigung gilt als wegweisend für die Zukunft der Berliner Clubkultur, die international als besonders vital gilt, aber zunehmend unter wirtschaftlichem und baulichem Druck steht. Mit dieser Lösung könnte das RAW-Gelände ein Modell für andere brachliegende Flächen in der Stadt werden.
Quellen: Der Tagesspiegel