Der Flugbetrieb am Flughafen Hannover wurde am Montagmorgen durch eine Drohnensichtung zeitweise lahmgelegt. Die Start- und Landebahnen mussten gesperrt werden, was zu Verspätungen und kurzfristigen Umleitungen führte. Laut Bundespolizei blieb die Drohne rund zwei Stunden lang unsichtbar für das Detektionssystem – ein Umstand, der Ermittler alarmiert.
Der polizeiliche Staatsschutz hat die Untersuchung übernommen. Experten schließen eine sogenannte „hybride Aktivität“ nicht aus – also die Kombination aus ziviler Technik und absichtlicher Störung, möglicherweise mit fremdenfeindlichem oder sabotoirem Hintergrund. Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage nach einer ähnlichen Lage am Flughafen Leipzig/Halle, wodurch der Verdacht auf organisierte Aktionen wächst.
Seit dem Vormittag läuft der Flugbetrieb wieder regulär. Der Airport Hannover appelliert an unbefugte Drohnenpiloten, die Sicherheitszonen strikt zu meiden. Gleichzeitig wird nun geprüft, ob die Drohne mit spezieller Tarn- oder Störschaltung ausgestattet war. Bislang gibt es keine Hinweise auf den Piloten oder dessen Motiv.
Quellen: ntv – Nachrichten, Welt Online, Der Tagesspiegel, FAZ Online, MDR – Nachrichten