Thüringen reagiert mit einem umfassenden Hitzeaktionsplan auf die zunehmenden Extremtemperaturen. Die Landesregierung stellt dafür insgesamt 60 Millionen Euro bereit, um vulnerable Gruppen wie Kinder und ältere Menschen besser zu schützen. Der Plan kommt nach offiziellen Angaben zu einem dringend notwendigen Zeitpunkt: In diesem Jahr wurden bereits 230 hitzebedingte Todesfälle registriert.
„Der Klimawandel ist bei uns angekommen. Wir müssen handeln, um Leben zu retten“, sagte eine Sprecherin der Landesregierung. Die Mittel sollen unter anderem in die Ausweitung von Schattenplätzen in Parks, den Ausbau von Trinkwasserspendern und die Verbesserung der Notrufsysteme für Senioren fließen. Zudem sollen Kommunen bei der Erstellung eigener kommunaler Hitzeaktionspläne finanziell und fachlich unterstützt werden.
Bereits einige Städte wie Erfurt und Gera haben eigene Maßnahmen ergriffen, darunter mobile Betreuungsteams und Notunterkünfte mit Klimaanlagen. Der landesweite Plan soll diese Initiativen nun bündeln und flächendeckend umsetzen. Besonders betroffen sind dem Bericht zufolge Ballungsräume, in denen die sogenannte städtische Wärmeinsel besonders stark ausgeprägt ist. Die Maßnahmen sollen bis zum nächsten Sommer umgesetzt sein.
Quellen: MDR – Nachrichten (DE, 11.08.2026 17:39), MDR – Nachrichten (DE, 11.08.2026 17:24)