Am Dienstag kam es im Bab al-Mandeb-Straße zu einem tödlichen Angriff der Huthi-Rebellen auf das jemenitische Frachtschiff Tihamah. Laut dem jemenitischen Ministerium für Verkehr wurden das Schiff und seine Besatzung während der Fahrt durch mehrere ballistische Raketen getroffen. Erste Berichte sprechen von mindestens sechs Toten, darunter vier Crewmitglieder und zwei Mitglieder der Rettungskräfte, die während eines Evakuierungsversuchs beteiligt waren.
Die Huthis, die von Iran unterstützt werden, haben in den letzten Jahren immer wieder Angriffe auf Schiffe im Roten Meer und angrenzenden Gewässern verübt. Dieser Vorfall markiert einen besorgniserregenden Anstieg der militärischen Aktivitäten in der Region, während die Spannungen zwischen Iran und den USA weiterhin hoch sind. Die jemenitische Küstenwache gab an, dass die Angriffe in direktem Zusammenhang mit dem zunehmenden Druck auf die Huthi-Miliz stehen, die ihre aggressiven Taktiken ausweitet.
Die internationale Gemeinschaft zeigt sich besorgt über die Eskalation der Gewalt im Jemen, wo bereits seit Jahren ein verheerender Bürgerkrieg tobt. Die Angriffe auf zivilen Schiffsverkehr gefährden nicht nur die Sicherheit der Seefahrt, sondern auch die humanitäre Lage im Land, das dringend auf Nahrungsmittellieferungen angewiesen ist.
Quellen: Middle East Monitor, ZEIT Online