Am Bockenheimer Depot in Frankfurt, einem der heißesten Plätze der Stadt, ist das lang erwartete Begrünungsprojekt „Carlo“ gestartet. Das Projekt zielt darauf ab, die städtischen Hitzeinseln durch gezielte Begrünung mit Kletterpflanzen zu reduzieren und die Lebensqualität in dicht bebauten Stadtteilen zu verbessern. Nach sechs Wochen Verzögerung haben die Arbeiten nun endlich begonnen.
Die Initiative sieht vor, Fassaden und öffentliche Flächen mit robusten, klimaresistenten Kletterpflanzen zu versehen, die nicht nur Schatten spenden, sondern auch die Luftfeuchtigkeit erhöhen und somit kühlend wirken. Der Standort am Bockenheimer Depot wurde aufgrund seiner extremen Temperaturen im Sommer besonders ausgewählt. Messungen hatten ergeben, dass dort die Temperaturen im Vergleich zu begrünten Stadtteilen um bis zu acht Grad Celsius höher liegen können.
Die Stadt Frankfurt kooperiert bei dem Projekt mit Umweltwissenschaftlern und Landschaftsarchitekten, um die besten Pflanzenarten und Befestigungssysteme zu ermitteln. „Carlo“ steht dabei für „Cooling and Resilience through Climbing Plants“ und ist Teil eines größeren Klimaanpassungsprogramms der hessischen Metropole. Weitere Standorte in Frankfurt sollen in den kommenden Monaten folgen, falls die Pilotphase erfolgreich verläuft.
Quellen: FAZ Online