Simbabwes Frauen wehren sich gegen Abschaffung der Gender-Kommission

In Simbabwe formiert sich Widerstand gegen die geplante Abschaffung der nationalen Gender-Kommission. Vor allem informelle Händlerinnen in der Hauptstadt Harare äußern scharfe Kritik an den Regierungsplänen und fordern stattdessen eine Reform der Institution.

Die Kommission war eingerichtet worden, um die Rechte von Frauen zu stärken und geschlechtsspezifische Diskriminierung zu bekämpfen. Die betroffenen Frauen argumentieren, dass die Abschaffung angesichts anhaltender Ungleichheiten verfrüht sei. Viele verweisen auf die prekäre Situation von Markthändlerinnen, die regelmäßig mit Belästigung und ungerechter Behandlung durch Behörden konfrontiert seien.

Die Debatte fällt in eine Phase, in der zivilgesellschaftliche Organisationen zunehmend unter Druck geraten. Menschenrechtler warnen vor Rückschritten in der Gleichstellungspolitik. Die Regierung begründet ihren Vorstoß mit Sparzwängen und behauptet, andere Institutionen könnten die Aufgaben übernehmen.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa (10.04.2026), 263Chat