Neue Sicherheitsmaßnahmen für Berlins Stromnetz nach mehreren Anschlägen

Die Sicherheit der kritischen Infrastruktur in Berlin steht vor neuen Herausforderungen. Nach mehreren Anschlägen auf Umspannwerke in den vergangenen Monaten hat die Stadt verstärkt reagiert: An zahlreichen Standorten werden nun höhere Sicherheitszäune errichtet und moderne Videoüberwachungssysteme installiert. Ziel ist es, künftige Angriffe auf das Stromnetz zu verhindern und die Versorgungssicherheit in der Hauptstadt zu gewährleisten.

Die Maßnahmen wurden auf Initiative der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität und Klimaschutz beschlossen. Wie aus offiziellen Kreisen verlautete, wurden bereits über 30 Umspannwerke priorisiert, an denen die Sicherheitsvorkehrungen besonders dringend sind. Neben physischen Barrieren wie verstärkten Zäunen und Zugangskontrollen kommen auch intelligente Kamerasysteme mit Bewegungserkennung und Nachtsichtfunktion zum Einsatz.

Die Anschläge, bei denen teilweise Kabel durchtrennt oder Transformatoren beschädigt wurden, hatten in der Vergangenheit zu regionalen Stromausfällen geführt. Ob die Taten politisch motiviert waren, ist noch nicht endgültig geklärt, doch Ermittler verfolgen mehrere Spuren. Die neue Schutzstrategie sieht zudem eine engere Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz vor. Ein Sprecher betonte: „Die Versorgung mit Strom ist existenziell – wir nehmen diese Bedrohung sehr ernst.“

Quellen: Der Tagesspiegel