In Kolumbien herrscht nach einem schweren Erdbeben der Stärke 7,4 weiterhin der Ausnahmezustand. Das Beben, das am Montag die westlichen Teile des Landes erschütterte, hat mehr als 200 Menschenleben gefordert. Über 2.000 Personen werden noch vermisst, während die Rettungskräfte unermüdlich nach Überlebenden suchen.
Besonders betroffen ist die Region Chocó, bekannt für ihren Kaffeeanbau, wo auch das Epizentrum des Bebens lag. Präsident Abelardo de la Espriella hat den Notstand ausgerufen, da zahlreiche Menschen ohne sauberes Trinkwasser und Strom sind. Wichtige Verkehrswege sind weiterhin unpassierbar.
Inmitten der Zerstörung gibt es jedoch auch Hoffnungsschimmer: Eine Frau wurde nach 36 Stunden lebend aus den Trümmern eines zusammengebrochenen Hotels in Pereira gerettet. Diese Rettungsaktion ist ein seltener Lichtblick inmitten der Tragödie.
Zur Trauer um die Opfer hat die kolumbianische Regierung drei Tage der nationalen Trauer ausgerufen. Die Unterstützung aus dem In- und Ausland für die Notfallmaßnahmen ist groß, während das Land sich auf den langen Weg des Wiederaufbaus vorbereitet.
Quellen: France 24 – World, FAZ Online