Die sudanesische Armee hat am Dienstag mehrere Drohnen der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) über der Stadt El-Obeid im Bundesstaat Nord-Kurdufan abgefangen. Die Luftabwehrkräfte hätten die unbemannten Flugobjekte erfolgreich außer Gefecht gesetzt, berichtete Al Jazeera unter Berufung auf militärische Quellen.
El-Obeid, die Hauptstadt des Bundesstaates Nord-Kurdufan, ist seit Monaten Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen der Armee und den RSF. Die Stadt gilt als strategisch wichtig aufgrund ihrer Lage entlang zentraler Verkehrswege und ihrer militärischen Infrastruktur. Der Einsatz von Drohnen durch die RSF deutet auf eine weiter zunehmende technologische Eskalation des Konflikts hin.
Beide Konfliktparteien haben in den letzten Monaten verstärkt auf Drohnentechnologie zurückgegriffen – sei es zur Aufklärung oder zum Angriff. Die sudanesische Armee hat wiederholt über den Einsatz von Waffen-drohnen durch die RSF berichtet, die offenbar aus dem Ausland bezogen werden.
Kampf um strategische Städte geht weiter
Der Abfangversuch in El-Obeid zeigt, dass die Armee weiterhin bemüht ist, ihre Kontrolle über zentrale Städte zu behaupten, während die RSF versucht, durch gezielte Angriffe militärische Vorteile zu erlangen. Die anhaltenden Kämpfe haben die Zivilbevölkerung schwer getroffen: Zahlreiche Einwohner sind geflohen, medizinische Versorgung und Stromversorgung sind weitgehend zusammengebrochen.
Internationale Organisationen warnen vor einer weiteren Verschärfung der humanitären Lage, insbesondere in von Kämpfen betroffenen Städten wie El-Obeid. Der Einsatz von Drohnen erhöht nicht nur die militärische Bedrohung, sondern auch das Risiko für Zivilisten, da die Zielgenauigkeit oft unzureichend ist.
Quellen: Al Jazeera English