Über 400 Minderjährige von bewaffneten Gruppen in Cabo Delgado rekrutiert

Im Jahr 2024 wurden nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Health Cluster mehr als 400 Minderjährige durch bewaffnete Gruppen in der nordmosambikanischen Provinz Cabo Delgado rekrutiert. Die Zahlen unterstreichen die anhaltende humanitäre Krise in der Region, die seit Jahren von islamistischer Gewalt heimgesucht wird.

Cabo Delgado ist seit 2017 Schauplatz eines bewaffneten Konflikts, angeheizt von einer lokalen islamistischen Miliz, die Verbindungen zu internationalen Terrornetzwerken unterhält. Die Rekrutierung von Kindersoldaten gehört dabei zu den gravierendsten Menschenrechtsverletzungen im Rahmen des Konflikts. Betroffene werden oft gezwungen, an Angriffen teilzunehmen oder als Späher und Träger eingesetzt.

Weitere Todesopfer durch islamistische Gewalt

Gleichzeitig verzeichnet Afrika erneut eine hohe Zahl an Todesopfern durch islamistische Gewalt. Laut dem Africa Center for Strategic Studies (ACSS) starben auch 2026 voraussichtlich erneut über 20.000 Menschen im Kontext solcher Angriffe – das vierte Mal in Folge, dass diese Schwelle überschritten wird. Neben der Sahelzone, Somalia und dem Raum um den Tschadsee bleibt Mosambik ein Schwerpunkt der Gewalt.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Latest