Südafrika hat eine formelle Forderung an Malawi gerichtet, einen Teil der Kosten für die Abschiebung undocumented Migranten zu übernehmen, was zu einer diplomatischen Spannung zwischen den beiden Ländern geführt hat. Laut offiziellen Angaben beliefen sich die Ausgaben des südafrikanischen Staates in diesem Jahr auf umgerechnet etwa 29 Milliarden Malawischer Kwacha (K) – rund 292 Millionen südafrikanische Rand – für Rückführungsmaßnahmen.
Malawi steht dabei im Mittelpunkt der Debatte, da Bürger des ostafrikanischen Landes laut Berichten den größten Anteil der abgeschobenen Personen ausmachten. Die südafrikanische Regierung argumentiert, dass die Herkunftsländer einen finanziellen Beitrag leisten sollten, um die Last für das südafrikanische Immigrationssystem zu verringern. Die Forderung richtet sich neben Malawi auch gegen Nigeria und Äthiopien.
Die Reaktion aus Malawi bleibt bisher ausständig, doch Beobachter befürchten eine Verschärfung der bilateralen Beziehungen. Migration ist in der Region ein sensibles Thema, insbesondere vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Herausforderungen und begrenzter Arbeitsmöglichkeiten in vielen afrikanischen Ländern. Die Vorlage einer solchen Kostenerstattungsforderung ist ungewöhnlich und könnte als Präzedenzfall für zukünftige Auseinandersetzungen dienen.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa