Der Mzuzu City Council hat sein neu gestartetes Programm zur Erhebung von Straßenbenutzungsgebühren nach nur einem Tag eingestellt. Der Versuch, ein digitales Abgabensystem einzuführen, scheiterte bereits am ersten Tag aufgrund massiver technischer Probleme, darunter Netzwerkabstürze und ausgefallene Zahlungsterminals an mehreren Kontrollpunkten.
Die Folge waren stundenlange Staus und chaotische Szenen an den Checkpoints, die den morgendlichen Berufsverkehr komplett lahmlegten. Autofahrer berichteten von langen Wartezeiten, inkonsistenten Informationen und fehlenden Anweisungen seitens der Verwaltung. Einige Nutzer versuchten, die Gebühren manuell zu entrichten, doch ohne funktionierende Systeme blieben Transaktionen oft unbelegt.
Der Stadtrat gab bekannt, dass das Programm „bis auf Weiteres ausgesetzt“ sei, während technische Partner an einer Lösung arbeiten. Kritiker hatten das System bereits vorab als unzureichend vorbereitet kritisiert und befürchtet, dass die Infrastruktur nicht bereit sei für eine solche Digitalisierung. Nun wird befürchtet, dass das Vertrauen der Bevölkerung in kommunale Reformvorhaben beschädigt wurde.
Die kurzfristige Einführung und ebenso abrupte Einstellung wirft Fragen zur Planungskompetenz der Stadtverwaltung auf. Bürger fordern nun mehr Transparenz und Pilotphasen, bevor zukünftige Maßnahmen flächendeckend umgesetzt werden.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business