11 Minibusfahrer in Uganda nach tödlichen Unfällen verhaftet

In Uganda haben Behörden 11 Fahrer von sogenannten Matatu-Minibussen verhaftet, nachdem innerhalb weniger Tage zwei schwere Verkehrsunfälle mit insgesamt 16 Todesopfern gemeldet wurden. Wie lokale Medien unter Berufung auf die Polizei berichten, ereignete sich der erste Unfall in Lwera, wo 14 Menschen ums Leben kamen. Kurz darauf starben zwei weitere Personen bei einem weiteren Zusammenstoß in Kakira.

Die Festnahmen erfolgten im Rahmen einer nächtlichen Razzia an der Maya-Station entlang der vielbefahrenen Kampala-Masaka-Straße. Den Fahrern wird vorgeworfen, an der riskanten Praxis des ‚dangerous loading‘ beteiligt gewesen zu sein – einer üblichen, aber lebensgefährlichen Methode, bei der Fahrzeuge überfüllt werden, um mehr Passagiere und damit Einnahmen zu transportieren. Diese Praxis ist in vielen Teilen Ostafrikas verbreitet und trägt erheblich zur hohen Rate an Straßenverkehrsunfällen bei.

Sicherheitslücken im öffentlichen Nahverkehr

Uganda kämpft seit Jahren mit einer alarmierend hohen Zahl an Verkehrstoten. Die meisten Unfälle ereignen sich auf Hauptstraßen, wo Minibusse oft überhöhte Geschwindigkeiten fahren, schlecht gewartet sind oder überladen werden. Kritiker fordern schon lange strengere Kontrollen und bessere Regulierung des informellen Transportsektors. Die jüngsten Vorfälle könnten nun Druck auf die Regierung ausüben, strukturelle Maßnahmen zu ergreifen – etwa durch technische Inspektionen, Lizenzkontrollen oder Schulungsprogramme für Fahrer.

Die Polizei hat angekündigt, weitere Untersuchungen einzuleiten, und warnte andere Fahrer vor Konsequenzen bei Missachtung der Sicherheitsvorschriften. Gleichzeitig gaben Beamte bekannt, verstärkte Kontrollen an Verkehrsknotenpunkten einzuplanen, um gefährliches Verhalten im öffentlichen Transport zu unterbinden.

Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Business