Indien hat im vergangenen Jahr einen signifikanten Anstieg bei der Planung neuer Kohleminen verzeichnet, was zu einem weltweiten Anstieg der Kohleproduktion führt. Laut einem Bericht der NGO Global Energy Monitor wurden genug neue Minen vorgeschlagen, um die globalen Kohlevorräte um 2,5 Milliarden Tonnen pro Jahr zu steigern, was einem Anstieg von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Die meisten dieser neuen Projekte konzentrieren sich auf die Bundesstaaten Odisha und Jharkhand, wo die Kohlevorkommen reichlich vorhanden sind. Diese Entwicklung erfolgt trotz eines Abflachens der globalen Nachfrage nach Kohle, was Fragen zur Nachhaltigkeit und zu den langfristigen Auswirkungen auf die Umwelt aufwirft.
Umweltaktivisten kritisieren die indische Regierung dafür, dass sie sich weiterhin auf fossile Brennstoffe stützt und nicht genügend Anstrengungen unternimmt, um auf erneuerbare Energiequellen umzuschwenken. Sie warnen davor, dass die Erschließung neuer Kohleminen nicht nur lokale Ökosysteme gefährdet, sondern auch die globalen Bemühungen zur Bekämpfung des Klimawandels untergräbt.
Quellen: The Guardian