Ekrem Imamoglu, der Bürgermeister von Istanbul, der seit seiner Verhaftung in politischer Isolation lebt, hat sich der neu gegründeten ‚Neuen Partei‘ angeschlossen. Diese Entscheidung fällt in eine Zeit erheblicher politischer Turbulenzen in der Türkei, nachdem ein Gericht die Führung seiner früheren Partei, der Republikanischen Volkspartei (CHP), abgesetzt hat.
Die ‚Neue Partei‘ wurde von Özgür Özel und etwa 90 anderen Abgeordneten gegründet, die sich von der CHP abgespalten haben. Imamoglu, der als einer der prominentesten Oppositionspolitiker des Landes gilt, sieht in dieser neuen politischen Formation eine Chance, die oppositionellen Kräfte zu bündeln und gegen die fortwährenden Angriffe auf die Demokratie in der Türkei zu kämpfen.
Die politischen Repressionen in der Türkei, insbesondere gegen die Opposition, haben in den letzten Monaten zugenommen, was die Gründung dieser neuen Partei notwendig erscheinen ließ. Imamoglu wird als mögliche Schlüsselfigur in der kommenden politischen Landschaft der Türkei betrachtet, da er immer wieder für eine Rückkehr zu demokratischen Werten und für die Rechte der Bürger eingetreten ist.
Quellen: ZEIT Online, Al-Monitor