Die afghanische Gemeinde in Hamburg verstärkt den Druck auf die Hamburger Stadtregierung. Fünf Jahre nach der erneuten Machtübernahme durch die Taliban in Kabul verlangen Vertreter*innen der Community eine klare Haltung gegen jede Form der Normalisierung der Taliban-Regierung. Besonders im Fokus steht dabei die Frage der Ausstellung offizieller Papiere, die indirekt zur Identifizierung oder gar zur Verfolgung von Betroffenen im Heimatland führen könnten.
„Sicherheit geht vor Pass“, so lautet die zentrale Forderung, die inzwischen auch in die Gremien der Stadtregierung eindringt. Die Gefahr, dass Dokumente über offizielle Kanäle an die Behörden in Afghanistan weitergeleitet werden, sei real, warnen Aktivist*innen. Besonders betroffen seien Frauen, ehemalige Mitarbeiter*innen internationaler Organisationen und kritische Stimmen, die in Deutschland Schutz gefunden haben.
Die Hamburger Senatsverwaltung wird aufgefordert, klare Leitlinien zu erarbeiten, die den Schutz Geflüchteter priorisieren – auch bei administrativen Prozessen. Die Community fordert zudem mehr Unterstützung bei der Integration sowie gezielte Beratungsangebote, um rechtliche und bürokratische Hürden besser bewältigen zu können.
Quellen: Welt Online