Rumänien schließt letzten Kernreaktor wegen Dürre

Rumänien hat am 14. August 2026 den letzten funktionsfähigen Reaktor seines einzigen Kernkraftwerks in Cernavodă abgeschaltet. Diese Maßnahme wurde notwendig, da die anhaltende Dürre und die stark gesunkenen Wasserstände der Donau die Betriebsfähigkeit des Reaktors beeinträchtigt haben. Der Reaktor produziert normalerweise etwa 20 Prozent des gesamten Stroms Rumäniens.

Die Schließung des Reaktors stellt nicht nur eine Herausforderung für Rumänien dar, sondern hat auch direkte Folgen für das benachbarte Moldawien, das auf den rumänischen Strom angewiesen ist, um seine eigenen Energieengpässe zu decken. Experten schätzen, dass der Reaktor voraussichtlich in den nächsten zehn Tagen nicht wieder in Betrieb genommen werden kann.

Die Dürre in der Region hat nicht nur Auswirkungen auf die Energieproduktion, sondern auch auf die Wasserwirtschaft und die Landwirtschaft. Die rumänische Regierung steht vor der Herausforderung, Lösungen zu finden, um die Energieversorgung aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Umweltbelastungen zu minimieren.

Quellen: The Guardian, BBC News