Der Wechsel von Ludovit Reis von Hannover 96 zum traditionsreichen Club Werder Bremen hat am Montag für Schlagzeilen gesorgt. Der ehemalige Kapitän des Hamburger SV, der in der vergangenen Saison noch mit dem HSV die Rückkehr in die Bundesliga feierte, unterschrieb nun beim direkten sportlichen Rivalen aus Bremen. Die Entscheidung löste bei den Fans des HSV massive Kritik aus, gilt ein Wechsel zum Nordnachbarn doch als tabu.
Reis, der seine Karriere beim FC Groningen begann und 2021 zum HSV wechselte, hatte sich dort schnell als Führungsspieler etabliert. Nach einem Intermezzo bei Hannover 96 steht er nun erstmals in Diensten eines Vereins, der direkt gegen Hamburg im so genannten Nordderby antritt. Werder Bremen bestätigte die Verpflichtung und nannte Reis eine „verstärkende Persönlichkeit sowohl sportlich als auch menschlich“.
Auch auf Seiten der Bremer wird der Transfer emotional diskutiert. Während viele Anhänger die sportliche Bereicherung begrüßen, mahnen andere zur Sensibilität gegenüber der historisch brisanten Rivalität. Der Transfer unterstreicht jedoch die wachsende Stabilität Werders nach Jahren der sportlichen Unsicherheit. Mit Reis holt der Club einen erfahrenen Zweitligaspieler, der bereits mehrfach unter Beweis gestellt hat, dass er in engen Duellen präsent sein kann.
Quellen: Welt Online