Darja Varfolomeev triumphiert bei Heim-WM in Frankfurt – Emotionale Goldmedaille im Mehrkampf

Frankfurt steht im Zeichen der Rhythmischen Sportgymnastik: Bei der Weltmeisterschaft in der hessischen Metropole hat Darja Varfolomeev am Donnerstagabend Gold im Einzelmehrkampf gewonnen. Die 18-Jährige, die erst seit 2022 für Deutschland antritt, zeigte eine nahezu fehlerfreie Vorstellung und triumphierte vor heimischem Publikum – ein Moment, den sie später als „überwältigend“ beschrieb.

„Ich habe geweint und gelächelt zugleich“, sagte Varfolomeev nach ihrem Sieg in der PSD Bank Dome Arena. „Es ist unglaublich, hier in Deutschland, in Frankfurt, vor so vielen Fans, Weltmeisterin zu werden. Das bedeutet mir alles.“ Mit einer Gesamtpunktzahl von 142,600 Punkten setzte sie sich deutlich gegen die Konkurrenz aus Bulgarien und der Ukraine durch. Ihre Auftritte mit Seil, Reifen, Keulen und Band wurden für Präzision, Eleganz und Ausdruckskraft gelobt.

Die WM in Frankfurt ist die bislang größte internationale Veranstaltung dieser Sportart in Deutschland. Die hessische Landesregierung hatte die Austragung als Meilenstein für den Breitensport und die sportpolitische Profilierung Hessens gewürdigt. Sportministerin Angela Dorn (Grüne) sprach von einem „historischen Tag für den deutschen Sport“. Die erfolgreiche Organisation der WM könne dazu beitragen, Rhythmische Sportgymnastik dauerhaft im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verankern.

Varfolomeev, die 2022 Deutsche Meisterin wurde und bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris Gold holte, baut damit ihre Dominanz in der Sportart weiter aus. Ihr Sieg in Frankfurt ist nicht nur sportlich, sondern auch symbolisch: Als ehemalige russische Athletin, die nun für Deutschland startet, verkörpert sie Integration und sportliche Exzellenz. In Hessen, wo sie im Bundesleistungszentrum in Frankfurt trainiert, wird sie mittlerweile als Vorbild gefeiert.

Quellen: Welt Online