Rave the Planet unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen nach CSD-Anschlag

Die große Technoparade „Rave the Planet“ in Berlin bereitet sich auf massenhafte Sicherheitsmaßnahmen vor. Grund ist der jüngste Anschlag beim Christopher Street Day (CSD) in der Hauptstadt, der bundesweite Diskussionen über die Sicherheit von Demonstrationen und Festivals ausgelöst hat. Manuel Ostermann, Vorsitzender der Bundespolizeigewerkschaft, betonte gegenüber Welt Online: „Das Worst-Case-Szenario ist immer vorhanden. Wir müssen mit allen Szenarien rechnen.“

Die Veranstalter der Parade, die jährlich Zehntausende Menschen anzieht, kooperieren eng mit Polizei und Ordnungsbehörden. Geplant sind verstärkte Personenkontrollen, mobile Videoüberwachung und ein dichteres Polizeiaufgebot entlang der Route. Zudem sollen Aufklärungskampagnen dazu beitragen, dass Teilnehmende wachsam bleiben und verdächtige Gegenstände oder Personen melden.

Auch kleinere CSDs in Ostdeutschland wurden bereits bedroht, wie aus Berichten der ZEIT hervorgeht. Die Berliner Veranstaltung gilt daher als Alarmsignal für die zunehmende Gefahr rechtsextremer oder fundamentalistischer Anschläge auf queere Gemeinschaften. Politiker aller Parteien haben Solidarität bekundet. Der Schutz von Vielfalt und Demokratie sei eine zentrale Aufgabe des Staates, heißt es aus dem Senat.

„Rave the Planet“ will trotz der Bedrohungslage ein Zeichen für Toleranz und Freiheit setzen. Die Organisator*innen betonen: „Wir lassen uns nicht einschüchtern. Musik und Tanz sind unsere Form des Widerstands.“

Quellen: Welt Online, ZEIT Online – Deutschland