Hamburg bereitet sich auf großflächigen Stromausfall vor

Hamburg gilt als gut gerüstet für einen großflächigen Stromausfall, doch die Abhängigkeiten in der Infrastruktur sind tiefgreifend. Von der Wasserversorgung über Krankenhäuser bis hin zu Unternehmen – fast alle Lebensbereiche hängen von einer stabilen Energieversorgung ab. Nun plant die Hansestadt eine umfassende Übung, um Notfallszenarien durchzuspielen und Schwachstellen im System zu identifizieren.

Die Übung wird voraussichtlich verschiedene Behörden, Versorger und kritische Infrastrukturen einbinden. Ziel ist es, Abläufe bei einem langanhaltenden Blackout zu testen, Kommunikationswege zu überprüfen und Reaktionszeiten zu optimieren. Experten warnen davor, die Anfälligkeit moderner Städte zu unterschätzen: Schon nach wenigen Stunden ohne Strom könnten Aufzüge stehenbleiben, Ampeln ausfallen und digitale Zahlungssysteme lahmlegen.

Auch die Wasserversorgung ist betroffen, da Pumpwerke elektrisch betrieben werden. Sollte der Strom längerfristig ausfallen, wäre auch die Trinkwasserversorgung gefährdet. Die Stadt setzt daher auf dezentrale Lösungen wie Notstromaggregate und mobile Generatoren. Gleichzeitig wird verstärkt auf Resilienz in Betrieben und bei Bürgerinnen und Bürgern gesetzt – mit Informationskampagnen zur Eigenversorgung und Notvorräten.

Quellen: Welt Online