Größter Waldbrand der NRW-Geschichte weitgehend unter Kontrolle

Im Hürtgenwald im Kreis Düren hat die Feuerwehr nach tagelangem Einsatz Fortschritte bei der Bekämpfung des bisher größten Waldbrandes in der Geschichte Nordrhein-Westfalens erzielt. Über dem betroffenen Gebiet ist nach Angaben der Einsatzleitung keine Rauchsäule mehr sichtbar. Dennoch warnen die Behörden vor einer zu frühen Entwarnung: Die Glutnester im schwer zugänglichen Waldgebiet könnten bei anhaltender Trockenheit und Wind erneut aufflammen.

Um die Löscharbeiten zu unterstützen, wurden außergewöhnliche Maßnahmen ergriffen: Die Bundeswehr stellte Panzer zur Verfügung, die im Wald Wege für schweres Löschfahrzeug freischlugen. Löschhubschrauber konnten tagsüber Wasser aus nahegelegenen Seen entnehmen und abwerfen, bei Dunkelheit fiel diese Option jedoch aus. „Bei Nacht konnten die Hubschrauber nicht mehr helfen – das war besonders schwierig“, berichtete eine WELT-Reporterin vor Ort. Auch Bagger und Wasserwerfer kamen zum Einsatz, um die Brandfronten gezielt abzulöschen.

Rund 2.000 Menschen aus den umliegenden Ortschaften mussten vorübergehend ihre Häuser verlassen. Die Evakuierungen verliefen reibungslos, es wurden keine Verletzten gemeldet. Experten vermuten, dass die anhaltende Dürre und die extreme Hitze in den Wochen zuvor die Ausbreitung des Feuers begünstigten. Ein genauer Brandursache ist bisher nicht bekannt. Die Lage bleibt angespannt, doch die Einsatzkräfte sprechen von einem „echten Kampf“, der erste Erfolge zeige.

Quellen: ntv – Nachrichten, Welt Online