Das anhaltende Niedrigwasser am Rhein sorgt in Rheinland-Pfalz für massive logistische Probleme. Am Pegel Kaub beträgt der Wasserstand aktuell nur noch wenige Zentimeter, was die Schifffahrt komplett zum Erliegen bringt. Container- und Frachtschiffe können die Strecke zwischen Mainz und Koblenz nicht mehr befahren, was Lieferketten gefährdet und die Kosten in die Höhe treibt.
Als Sofortmaßnahme setzt die Deutsche Bahn verstärkt auf die Schiene. Um den entfallenden Gütertransport auf der Wasserstraße zu kompensieren, werden alte Güterwaggons wieder in Betrieb genommen. Diese Maßnahme soll helfen, dringend benötigte Rohstoffe und Waren weiterhin zu transportieren. Dennoch warnt eine Wirtschaftsweise vor steigenden Preisen, da der Umstieg auf die Schiene teurer sei als der klassische Binnenschifffahrtsweg.
Die Situation am Rhein wird durch die anhaltende Dürre verschärft. Experten befürchten, dass sich solche Niedrigwasser-Ereignisse aufgrund des Klimawandels häufen könnten. Langfristig müsse die Infrastruktur angepasst werden, um zukünftigen Extremereignissen besser begegnen zu können. Bis dahin bleibt die Logistikbranche auf kurzfristige Notlösungen angewiesen.
Quellen: ARD Tagesschau – Inland