Im Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen dauern die Löscharbeiten am Samstag trotz Fortschritten an. Der dort wütende Waldbrand gilt als der größte in der Geschichte des Bundeslandes. Rund 1400 Feuerwehrleute, Helfer und Spezialkräfte bekämpfen weiterhin Glutnester, die bei Windböen jederzeit erneut aufflammen können. Wie WELT-Reporterin Greta Wagner vor Ort berichtet, ist die Lage zwar stabilisiert, aber nicht behoben.
Zur Mittagszeit waren bis zu zehn Hubschrauber gleichzeitig im Einsatz, um Wasser aus nahegelegenen Seen abzusaugen und gezielt über den Brandgebieten abzuwerfen. Die Feuerwehr spricht von einem „kaum vergleichbaren Szenario“ mit einem massiven Luft- und Bodeneinsatz. Besonders problematisch seien die trockenen Böden und die schwierige Erreichbarkeit einiger Waldabschnitte.
Trotz der Herausforderungen zeigen sich die Einsatzleiter vorsichtig optimistisch. „Wir haben das Feuer unter Kontrolle, aber wir sind noch lange nicht durch“, hieß es von der regionalen Einsatzleitung. Die Arbeiten sollen mindestens bis Montag andauern, bevor eine Entwarnung gegeben werden kann. Bürger in umliegenden Gemeinden wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten, da Rauchentwicklung weiterhin möglich sei.
Quellen: Welt Online, FAZ Online