Im heißen Wahlkampf um das Landesparlament von Mecklenburg-Vorpommern ist eine vertrauliche Chatnachricht an die Öffentlichkeit gelangt, die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in Erklärungsnot bringt. Laut Recherchen von T-Online soll Schwesig hinter den Kulissen bei öffentlich-rechtlichen Sendern interveniert haben, um ein TV-Duell ausschließlich mit der Alternative für Deutschland (AfD) abzuhalten – und damit CDU sowie Linke auszuschließen.
Die geplante Konfrontation zwischen den beiden stärksten Parteien nach aktuellen Umfragen war zunächst als strategischer Schritt interpretiert worden, doch nun wächst die Kritik. Sowohl die CDU als auch die Linke sprechen von einem Verstoß gegen fairen Wahlkampf und fordern Transparenz. „Demokratie lebt vom offenen Diskurs – nicht von selektiven Duellen“, erklärte der CDU-Landeschef gegenüber lokalen Medien.
Die SPD verteidigt ihre Position bislang nicht öffentlich. Stattdessen betont sie weiterhin programmatische Themen wie Bildung und Infrastruktur. Dennoch könnte der Vorwurf, sich vor einer Debatte mit anderen Parteien drücken zu wollen, Wähler verunsichern. Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern steht in fünf Wochen an – Zeit für Aufklärung, aber auch für politische Profilierung.
Quellen: T-Online Nachrichten