Umfrage: Union sackt in Mecklenburg-Vorpommern auf historisch schlechten Wert ab

Die Union erlebt in Mecklenburg-Vorpommern einen tiefen Tiefpunkt im Vorfeld der anstehenden Landtagswahl. Laut einer am Sonntag veröffentlichten INSA-Umfrage liegt die CDU bundesweit auf ihrem schlechtesten Wert seit fünf Jahren – ein Trend, der sich besonders deutlich im Nordosten widerspiegelt.

In Mecklenburg-Vorpommern kämpft die CDU-Landesgruppe bereits seit Jahren um Relevanz. Die jüngste Umfrage bestätigt nun Befürchtungen: Mit nur knapp über 10 Prozent droht der Partei ein historisches Debakel. Zum Vergleich: Bei der letzten Landtagswahl 2021 erreichte die CDU noch 13,9 Prozent – ein Abstand, der binnen weniger Monate verschwinden könnte.

Experten führen den Einbruch auf mehrere Faktoren zurück: mangelnde Profilierung im Land, interne Führungsschwäche und die starke Dominanz der SPD unter Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Zudem profitieren insbesondere AfD und Grüne von der Unzufriedenheit in ländlichen Regionen und bei jüngeren Wählern. Die SPD liegt in der Umfrage klar vorn, gefolgt von AfD und Linkspartei.

Für die CDU bedeutet dies einen Kampf um die politische Mitte, der zunehmend verzweifelt wirkt. Ohne klare inhaltliche Akzente und mit wenig sichtbaren Persönlichkeiten bleibt die Mobilisierung der eigenen Basis eine Herausforderung. Fünf Wochen vor der Wahl stehen die Zeichen auf Umbruch – und möglicherweise auf eine Neuordnung der Kräfteverhältnisse im Landtag.

Quellen: Welt Online