Im Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen zeichnet sich eine Wende im Kampf gegen das schwerste Waldbrandereignis der Landesgeschichte ab. Ministerpräsident Hendrik Wüst (FDP) erklärte am Freitagnachmittag, dass sich das Feuer zuletzt nicht weiter ausgebreitet habe. „Wir haben die erste Hoffnung, dass wir die Lage bald unter Kontrolle bringen können“, sagte Wüst. Löschhubschrauber seien vorerst nicht mehr im Einsatz, da die Wetterbedingungen und die Arbeit der Einsatzkräfte eine Stabilisierung ermöglicht hätten.
Rund 1.500 Feuerwehrleute, darunter zahlreiche ehrenamtliche Kräfte, kämpften seit Tagen unter extremer Hitze und trockenen Bedingungen gegen die Flammen. Besonders kritisch war die Gefahr, dass das Feuer auf die andere Seite der Autobahn 4, Richtung Eifel, übergreift. „Wir müssen um jeden Preis verhindern, dass das Feuer auf die andere Seite springt“, betonte Wüst und verwies zugleich auf den Klimawandel als Hintergrundfaktor für die zunehmende Häufigkeit und Intensität solcher Brände.
Der NRW-Innenminister machte indes „Idioten“ für das Feuer verantwortlich. Menschliches Fehlverhalten – möglicherweise Brandstiftung oder unvorsichtiges Verhalten im Wald – wird als Auslöser vermutet. Die Ermittlungen laufen. Inzwischen dürfen die Bewohner der evakuierten Häuser vorsichtig Hoffnung schöpfen, bald in ihre Wohnungen zurückkehren zu können. Die Behörden prüfen die Sicherheit der betroffenen Gebiete Schritt für Schritt.
Quellen: Spiegel Online – Schlagzeilen, FAZ Online, ntv – Nachrichten, Der Tagesspiegel