Hochschule Karlsruhe plant Quantencomputer mit Diamant-Chip für Studierende

Die Hochschule Karlsruhe strebt ein ambitioniertes Projekt an: den Aufbau eines lehrfähigen Quantencomputers, der speziell für Studierende konzipiert ist. Anders als an vielen anderen Hochschulen, an denen Quanteninformatik meist nur theoretisch gelehrt wird, soll in Karlsruhe ein physischer Rechner mit Diamant-Chip zum Einsatz kommen – eine Technologie, die auf fehlstellenreichen Diamanten basiert und besonders stabil gegenüber Umwelteinflüssen ist.

Das Projekt wird von Studiendekan Philipp Nenninger geleitet, der betont, dass praktische Erfahrungen mit Quantenhardware für den akademischen und beruflichen Werdegang der Studierenden entscheidend seien. „Wir wollen keine Blackbox, sondern ein Gerät, das man versteht, an dem man herumschrauben kann“, so Nenninger. Doch finanzielle Unterstützung vonseiten des Landes Baden-Württemberg bleibt bisher aus.

Stattdessen hat das Team eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um die nötigen Mittel für Forschung und Entwicklung zu sammeln. Die ersten Spenden sind bereits eingegangen, darunter auch von Technologieunternehmen aus der Region. Diese Unterstützung ermöglicht es, erste Prototypen zu testen und Studierende aktiv in die Entwicklung einzubinden.

Das Projekt könnte Karlsruhe zu einem neuen Zentrum für praxisorientierte Quantenforschung in Deutschland machen. Angesichts des wachsenden Bedarfs an Quantenexperten in Industrie und Forschung könnte die Initiative langfristig auch Impulse für die hiesige Hightech-Wirtschaft setzen.

Quellen: Spiegel Online