Seit dem Ende des bundesweiten Sonntagsfahrverbots für Lastkraftwagen bleibt der erwartete Anstieg des Lkw-Verkehrs in Thüringen aus. Wie aktuelle Daten der Verkehrsüberwachung zeigen, bewegen sich auch an Sonntagen bisher kaum mehr Lastwagen über die Autobahnen des Freistaats als zuvor.
Experten führen dies unter anderem darauf zurück, dass viele Spediteure ihre Routen weiterhin auf Arbeitstage konzentrieren und die zusätzliche Belastung an Wochenenden vermeiden wollen. Zudem spielen Umweltbedenken und die erhöhte Unfallgefahr bei vermehrtem Mischverkehr eine Rolle. „Die Befürchtungen vieler Bürger, unsere Autobahnen würden sonntags zu Transitstrecken für den Fernverkehr, haben sich bisher nicht bestätigt“, so ein Sprecher des Thüringer Verkehrsministeriums.
Trotzdem wird die Verkehrslage weiter intensiv überwacht. Insbesondere auf den Abschnitten der A4 und A71, die als Nord-Süd-Verbindungen von großer Bedeutung sind, werden Daten gesammelt, um langfristige Trends zu erkennen. Auch die Anwohner entlang der Strecken sollen in die Bewertung einbezogen werden. Ob sich das Verkehrsaufkommen mittel- oder langfristig ändert, bleibt abzuwarten – bislang jedoch bleibt es auf den thüringischen Autobahnen sonntags relativ ruhig.
Quellen: MDR – Nachrichten