Im nordrhein-westfälischen Monschau herrscht seit Sonntagabend höchste Alarmbereitschaft: Ein Großbrand im benachbarten Belgien, im Naturschutzgebiet Hohen Venn, hat bereits rund 3.000 Hektar Vegetation zerstört und nähert sich zunehmend der deutschen Grenze. Laut Feuerwehr stehen die Flammen mittlerweile nur noch etwa 300 Meter von bebauten Gebieten entfernt. Aus Sicherheitsgründen wurden am späten Abend mehrere Häuser in den Randlagen der Stadt geräumt.
Die Einsatzkräfte vor Ort kämpfen unter erschwerten Bedingungen gegen die ausufernden Brände. Starke Winde und trockene Luft erschweren die Löschversuche erheblich. In enger Abstimmung mit belgischen Behörden setzt die deutsche Feuerwehr auf eine Verteidigungsstrategie entlang der Grenzzone, um ein Übergreifen der Flammen auf Wohngebiete zu verhindern. Auch Drohnen und Luftunterstützung kommen zum Einsatz, um die Brandentwicklung kontinuierlich zu überwachen.
Die Lage bleibt angespannt. Bürgermeister und Katastrophenschutzbehörden appellieren an die Bevölkerung, Ruhe zu bewahren und Anweisungen sofort zu befolgen. Sollte sich das Feuer weiter ausbreiten, könnte die Evakuierung weiterer Bereiche notwendig werden. Gleichzeitig wird befürchtet, dass Rauchentwicklung gesundheitliche Beeinträchtigungen verursachen könnte – besonders bei empfindlichen Personen.
Quellen: Welt Online (DE), FAZ Online (DE), Spiegel Online – Schlagzeilen (DE)