Leipzig rüstet sich für die zunehmenden Folgen des Klimawandels. Nach der jüngsten Hitzewelle, die auch Sachsen stark betroffen hat, zieht die Stadtverwaltung Bilanz und kündigt konkrete Maßnahmen zum Hitzeschutz an. Umwelt-Bürgermeister Heiko Rosenthal betonte in einem Interview, dass besonders dicht besiedelte Stadtteile stärker unter den extremen Temperaturen litten und daher gezielt entlastet werden müssten.
Geplant sind unter anderem die Schaffung neuer urbaner Grünflächen, die Begrünung von Dächern und Fassaden sowie die Erweiterung von Wasserspielen in Parks. Zudem sollen mehr schattenspendende Bäume gepflanzt und bestehende Baumschutzverordnungen verschärft werden. Rosenthal verwies auf das „Kühle-Stadt-Netz“, ein Projekt, das kühlere Verbindungswege durch die Stadt schaffen soll – etwa entlang von Alleen, Grünzügen und schattigen Gehwegen.
Besonders in den Stadtteilen Mitte, Südvorstadt und Connewitz soll der Handlungsbedarf schnell umgesetzt werden. Auch temporäre Maßnahmen wie mobile Trinkbrunnen, Sprühnebelanlagen und öffentliche Erfrischungszonen in Hitzeperioden werden diskutiert. Die Stadt arbeitet dabei eng mit Wissenschaftlern der Leipziger Universität sowie dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung zusammen, um die Wirksamkeit der Maßnahmen langfristig zu evaluieren.
„Klimaschutz ist auch Gesundheitsschutz“, so Rosenthal. Gerade ältere Menschen und sozial benachteiligte Haushalte ohne Klimaanlagen seien besonders gefährdet. Die Stadt will daher auch soziale Aspekte stärker einbeziehen und Informationskampagnen zur Hitzewarnung intensivieren.
Quellen: MDR – Nachrichten