Zwei Drittel der südafrikanischen Schulmitarbeiter weiterhin nicht auf Kindesmissbrauch geprüft

Mit weniger als acht Monaten bis zu einem gerichtlich vorgeschriebenen Stichtag bleibt die Hälfte der Sicherheitsüberprüfungen für Mitarbeiter an öffentlichen Schulen in Südafrika unerledigt. Laut einem Bericht des Daily Maverick sind bis heute immer noch rund zwei Drittel der über 300.000 Beschäftigten im Bildungsbereich nicht auf Vorstrafen wegen Kindesmissbrauchs überprüft worden. Dieses eklatante Vakuum in der Sicherheitskontrolle stellt eine massive Gefahr für Schüler dar und könnte die Glaubwürdigkeit des Bildungssystems untergraben.

Das Gericht hatte eine strikte Frist gesetzt, um sicherzustellen, dass alle am Schulleben Beteiligten auf ihre Eignung hin überprüft werden. Die Abteilung für Grundbildung bemüht sich seit Monaten, den Rückstand aufzuholen, doch die Fortschritte verlaufen langsamer als erwartet. Experten warnen, dass ohne umfassende Hintergrundprüfungen Täter weiterhin Zugang zu schutzbedürftigen Kindern haben könnten.

Die mangelnde Umsetzung wirft Fragen zur Verwaltungskapazität und zum politischen Willen auf. Kinderrechtsorganisationen fordern eine sofortige Beschleunigung des Vorgangs und mehr Transparenz über den Fortschritt. Gleichzeitig mahnen sie die Regierung, die Sicherheit in Schulen nicht zur Nebensächlichkeit zu erklären. Die öffentliche Debatte über den Schutz von Kindern im Bildungssystem gewinnt an Fahrt, während die Uhr auf das Gerichtsultimatum zuläuft.

Quellen: Daily Maverick