Der zunehmend erbitterte Machtkampf innerhalb der politischen Elite im Mount-Kenya-Bezirk nimmt eine neue Schärfe an: Vizepräsident Kithure Kindiki hat öffentlich gedroht, seinen Amtsvorgänger Rigathi Gachagua politisch zu „zerlegen“. Diese scharfe Erwiderung erfolgte als Reaktion auf wiederholte öffentliche Angriffe Gachaguas, die dessen Einfluss in der Region untergraben sollen.
In einer Stellungnahme aus Nairobi erklärte Kindiki, er werde jede weitere Provokation nutzen, um seine politische Position auszubauen und Gegner systematisch zu schwächen. Er forderte Gachagua direkt heraus, die Attacken fortzusetzen – was er als Gelegenheit nutzen wolle, seine eigene Basis weiter zu festigen.
Beobachter sehen in dieser Eskalation ein deutliches Zeichen für die tiefen Risse innerhalb der regierenden Koalition vor den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2027. Das Mount Kenya-Gebiet gilt als strategisch wichtiger Wählerpool, weshalb die Kontrolle über lokale Strukturen besonders umkämpft ist. Die offene Feindschaft zwischen beiden Politikern könnte die Parteiharmonie weiter belasten und innenpolitische Spaltungen vertiefen.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Kenya