Karibakatastrophe: Todeszahl steigt auf 84 – Passagierliste unter Verdacht

Die Katastrophe auf dem Karibasee in Simbabwe nimmt immer dramatischere Züge an: Der Todestoll bei der Havarie eines Bootes der Rural Infrastructure Development Agency (RIDA) hat nach neuesten Angaben 84 erreicht. Gleichzeitig wächst die Kritik an den offiziellen Angaben über die Anzahl der Passagiere. Nach Rettungs- und Bergungsberichten befanden sich mindestens 161 Menschen an Bord – acht mehr, als zunächst von RIDA genannt worden waren.

Die Diskrepanz wirft ernste Fragen zur Sicherheitskultur und Transparenz der staatlichen Agentur auf. Beobachter vermuten, dass das Überladen des Schiffes zur Ursache der Havarie beigetragen haben könnte. Die genaue Unglücksursache ist weiterhin unklar, doch Augenzeugen berichteten von plötzlichem Wassereinbruch und fehlenden Rettungswesten an Bord.

Gegenstück am Telefon: letzte Worte vor dem Untergang

Einer der erschütterndsten Berichte kommt von One Mereki (56), dessen Zwillingsbruder sich unter den Opfern befindet. Als dieser erkannte, dass das Boot sank, rief er seinen Bruder an – ihre letzte Unterhaltung blieb eine verzweifelte Verbindung bis zum Ende. Der emotionale Moment unterstreicht die menschliche Tragödie hinter den Zahlen.

Die Regierung kündigte eine Untersuchungskommission an, während Angehörige in Trauer um ihre Liebsten ringen. Die Gemeinschaft am See fordert Aufklärung und Rechenschaft von den Verantwortlichen.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa