Die Waldbrände in der Eifel, die sich über die Grenze zwischen Deutschland und Belgien erstrecken, sind vorerst unter Kontrolle. Dennoch bleibt die Gefahr in den betroffenen Wäldern hoch, besonders in den Hochlagen des Hohen Venn, das sich teilweise auf rheinland-pfälzischem Gebiet befindet. Deutsche Feuerwehr- und Katastrophenschutzkräfte aus mehreren Bundesländern, darunter zahlreiche Einheiten aus Rheinland-Pfalz, unterstützen seit Tagen die Löscharbeiten in der belgischen Ecke des Nationalparks.
Die Trockenheit der vergangenen Wochen hat das Gebiet extrem anfällig für Brände gemacht. In Belgien wurden bereits rund 3.000 Hektar Wald zerstört. Deutsche Einsatzkräfte konnten jedoch verhindern, dass die Flammen auf das Gebiet im Landkreis Euskirchen und angrenzende Teile von Rheinland-Pfalz übergreifen. Spezialisierte Waldbrandeinheiten mit Geländekenntnis und Löschfahrzeugen im Geländeeinsatz sind vor Ort.
Das rheinland-pfälzische Innenministerium bestätigte, dass mehrere Löschgruppen aus der Region Ahrweiler und dem Westerwald zur Unterstützung entsandt wurden. Die Koordination erfolgt im engen Austausch mit belgischen Behörden. Ein Sprecher betonte: „Die Lage ist stabil, aber nicht entschärft. Bei weiterem Wind und Trockenheit könnte sich die Situation schnell ändern.“
Die betroffene Region gilt als ökologisch besonders wertvoll. Umweltschützer befürchten langfristige Schäden an der Flora und Fauna. Die Aufräumarbeiten und die Brandursachenfahndung laufen parallel. Die Feuerwehr warnt vor leichtsinnigem Verhalten im Wald, insbesondere bei Wanderern und Campern.
Quellen: ZDF Heute – Nachrichten