Der thüringische AfD-Landeschef Björn Höcke hat die Unterstützung für mehrere angeklagte Mitglieder der „Sächsischen Separatisten“ gefordert. Die Bundesanwaltschaft wirft der Gruppe vor, Pläne für einen gewaltsamen Umsturz in der Bundesrepublik Deutschland geschmiedet zu haben. Trotz der schwerwiegenden Anschuldigungen trat Höcke öffentlich als Fürsprecher der Angeklagten auf und rief die Parteibasis dazu auf, die Häftlinge nicht im Stich zu lassen.
Die „Sächsischen Separatisten“ stehen im Zentrum einer bundesweiten Ermittlung wegen Verdachts auf Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Mehrere mutmaßliche Mitglieder wurden bereits festgenommen. Unter ihnen befinden sich auch Personen mit Verbindungen zur AfD in Sachsen und Thüringen. Höcke, der selbst mehrfach wegen extremistischer Äußerungen in der Vergangenheit aufgefallen ist, nutzte eine öffentliche Ansprache, um die politische Verfolgung der Gruppe zu beklagen und deren Handeln zu relativieren.
Die Äußerungen des AfD-Politikers sorgen für politische Reaktionen über die Landesgrenzen hinaus. Kritiker werfen Höcke vor, mit seiner Rhetorik extremistische Netzwerke zu stärken und die rechtsstaatliche Ordnung zu untergraben. Die thüringische Landesregierung distanzierte sich nicht direkt von Höckes Äußerungen, betonte jedoch in einer Stellungnahme die Wichtigkeit der Einhaltung demokratischer Grundprinzipien. Die Bundesanwaltschaft bestätigte, dass die Ermittlungen weiterlaufen und auch mögliche Verflechtungen nach Thüringen geprüft würden.
Quellen: T-Online Nachrichten