Waldbrand im Hohen Venn: Rauch erreicht Köln und Wuppertal – Einsatzkräfte kämpfen weiter

Im deutsch-belgischen Grenzgebiet dauern die Löscharbeiten am Hohen Venn an. Rund 170 Einsatzkräfte sind vor Ort, um den größten Waldbrand in Belgien seit 1911 unter Kontrolle zu bringen. Obwohl leichte Niederschläge eingetreten sind, bleibt die Lage instabil. Der Wind treibt dichten Rauch über die Grenze nach Nordrhein-Westfalen – besonders in der Nähe von Monschau, aber auch in Köln und Wuppertal ist der Brandgeruch deutlich wahrnehmbar.

Die Behörden in der Region haben die Bevölkerung aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. In Monschau gilt vorerst eine offizielle Empfehlung, die eigenen vier Wände nicht zu verlassen, um gesundheitliche Belastungen durch die Rauchentwicklung zu minimieren. Die Feuerwehr setzt auf eine Strategie der Einkreisung des Brandherdes, was bei den schwierigen Geländeverhältnissen im Hochmoor jedoch langwierig ist.

Experten warnen, dass selbst geringe Windveränderungen das Feuer wieder aufflammen lassen könnten. Zwar hat der Regen in Teilen Deutschlands zu einer leichten Entspannung geführt, doch im betroffenen Gebiet reicht die Feuchtigkeit noch nicht aus, um das Feuer vollständig zu ersticken. Die Lage bleibt angespannt – besonders für die Bewohnerinnen und Bewohner entlang der Grenze, die weiterhin mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch die Luftbelastung rechnen müssen.

Quellen: ARD Tagesschau – Inland, FAZ Online