Schwedischer Abgeordneter kritisiert Brexit-Entscheidungen gegen britische Rentner

In Schweden sorgt die Deportation britischer Staatsbürger, die seit vielen Jahren im Land leben, für erheblichen politischen Druck. Häkan Svenneling, ein Abgeordneter der Linkspartei, hat öffentlich die schwedische Migrationsministerin dazu aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausweisung von Rentnern zu stoppen, die in Schweden ein neues Zuhause gefunden haben.

Der Fall der 78-jährigen britischen Witwe Joyce Thomas, die nach fast zwei Jahrzehnten in Schweden mit einer Deportation konfrontiert ist, hat die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese Thematik gelenkt. Svenneling betonte, dass solche Entscheidungen die schwedisch-britischen Beziehungen belasten könnten, insbesondere in einer Zeit, in der Schweden versucht, die Verbindungen zu London zu stärken.

Die britische Regierung und zahlreiche Bürger haben bereits ihre Bedenken geäußert, dass diese Maßnahmen nicht nur ungerecht, sondern auch kontraproduktiv sind, da sie das Bild Schwedens im Ausland negativ beeinflussen. Die schwedische Regierung sieht sich nun gezwungen, ihre Migrationspolitik zu überdenken, um die Belange der lange ansässigen britischen Staatsbürger zu berücksichtigen und um die diplomatischen Beziehungen nicht weiter zu gefährden.

Quellen: The Guardian