Am Münchner Flughafen haben sich innerhalb weniger Stunden zwei beunruhigende Vorfälle auf derselben Landebahn ereignet, die nun intensive Ermittlungen auslösen. Bei dem bedenklichsten Incident verfehlte ein Passagierflugzeug bei der Landung nur knapp eine Kollision mit einem anderen Luftfahrzeug am Boden. Laut vorläufigen Angaben der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) lieferte das Flugmanöver einen sogenannten „Serious Incident“, was einer schweren Sicherheitsverletzung nahekommt.
Die genauen Umstände sind noch unklar. Experten analysieren derzeit die Daten der Flugschreiber, um festzustellen, ob technische Defekte, menschliches Versagen oder Kommunikationsprobleme zwischen Tower und Piloten eine Rolle spielten. Beide betroffenen Flugzeuge waren im Linienverkehr unterwegs, darunter eine Maschine einer europäischen Billigairline sowie ein Langstreckenflieger aus Skandinavien. Der Flughafen München bestätigte, dass die betroffene Start- und Landebahn vorübergehend gesperrt war, was zu mehreren Verspätungen führte.
Der internationale Flughafen München zählt zu den verkehrsreichsten in Deutschland und spielt eine zentrale Rolle im europäischen Luftverkehr. Solche Vorkommnisse werfen daher erneut Fragen nach der Kapazitätsgrenze und der Sicherheitsarchitektur großer Airports auf. Die Luftfahrtbehörden versicherten, dass alle notwendigen Maßnahmen ergriffen würden, um Risiken systematisch auszuschließen. Die Öffentlichkeit werde über die Ergebnisse der Untersuchung informiert.
Quellen: Der Tagesspiegel