Ein ungewöhnlicher Einsatz beschäftigte die Feuerwehr in Grassau, einer Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim: Ein 60-jähriger Angestellter war während einer Online-Besprechung plötzlich nicht mehr ansprechbar. Seine Kollegen, beunruhigt über das Verhalten des Mannes, riefen umgehend Hilfe – schließlich reagierte er weder auf Ansprache noch auf wiederholte Anrufe.
Da der Mann nicht öffnete, mussten die Einsatzkräfte über den Balkon in die Wohnung gelangen. Sie fanden den 60-Jährigen bewusstlos auf seiner Couch liegend. Wie sich später herausstellte, hatte er am Nachmittag stark alkoholisiert gearbeitet und war in einen tiefen Schlaf verfallen. Der Rettungsdienst versorgte ihn vor Ort, eine weitere medizinische Behandlung war nicht nötig.
Der Vorfall wirft erneut Fragen zum Umgang mit Alkohol im Home-Office auf. Während solche Vorfälle selten sind, unterstreichen sie die Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt, in der Kontrollmechanismen fehlen. Die Feuerwehr betonte, dass der Mann glücklicherweise keinen ernsthaften Schaden erlitten habe, und riet zu mehr Selbstverantwortung im häuslichen Arbeitsumfeld.
Der Einsatz, der am frühen Abend verzeichnet wurde, sorgte lokal für Fassungslosigkeit – aber auch für Erleichterung, dass es bei einem ungewöhnlichen, aber glimpflichen Vorfall blieb.
Quellen: Der Tagesspiegel, Süddeutsche Zeitung