Der Verein Aktion Musik/Local Heroes warnt vor einem möglichen Rückzug aus der Popkulturförderung in Sachsen-Anhalt nach der bevorstehenden Landtagswahl. Die Organisation, die seit Jahren für die Unterstützung von Nachwuchsbandprojekten, regionalen Festivals und kleinen Konzertbühnen kämpft, befürchtet eine Abkehr von kultureller Vielfalt zugunsten engerer politischer Prioritäten. Insbesondere in ländlichen Regionen des Bundeslandes seien zahlreiche Initiativen auf diese Förderung angewiesen, um überleben zu können.
„Wenn die Popkultur stirbt, stirbt auch die Demokratie an dieser Stelle“, so ein Sprecher des Vereins. Die Arbeit von Local Heroes sei nicht nur kulturell, sondern auch gesellschaftspolitisch relevant: Sie biete jungen Menschen aus unterschiedlichen Hintergründen einen Raum für Ausdruck, Austausch und Teilhabe. Sollte die Förderung nach der Wahl gestrichen oder reduziert werden, drohe ein „Band-Sterben“, das besonders ländliche Gebiete wie Salzwedel oder Stendal hart treffen würde.
Die Debatte um die Zukunft der Popförderung gewinnt vor dem Hintergrund der anstehenden Wahl an Brisanz. Während einige Parteien die Bedeutung von Kulturpolitik betonen, sehen andere Handlungsbedarf in anderen Bereichen wie Bildung oder Infrastruktur. Der Verein ruft daher alle politischen Kräfte dazu auf, die kulturelle Basisarbeit nicht zu vernachlässigen – gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Spaltung zunehmend spürbar wird.
Quellen: MDR – Nachrichten