Die thüringische Kultusverwaltung hat Änderungen an der Besonderen Leistungsfeststellung (BLF) angekündigt, die ab dem Jahr 2027 in Kraft treten sollen. Die BLF ist eine wichtige Prüfung für Schüler an Gymnasien, die nach der 10. Klasse einen qualifizierten Sekundarabschluss I erwerben möchten. Bisher galt sie als anspruchsvoll und war für viele Schüler eine große Hürde.
Nun werden die Anforderungen deutlich gelockert, um mehr Schülern den Abschluss zu ermöglichen. Künftig sollen die Leistungen stärker schulintern bewertet werden, und die zentralen Prüfungselemente werden reduziert. Das Ziel der Landesregierung ist es, die Durchlässigkeit im Bildungssystem zu erhöhen und mehr jungen Menschen den Übergang in die Berufsausbildung oder die Fortsetzung der Schullaufbahn zu erleichtern.
Die Reform stößt auf gemischte Reaktionen. Während Lehrervertreter die Entlastung für Schüler begrüßen, warnen Bildungsexperten davor, dass eine zu starke Absenkung der Standards die Glaubwürdigkeit des Abschlusses beeinträchtigen könnte. Die genauen Umsetzungsmodalitäten sollen im Laufe des kommenden Schuljahres in einem Runderlass präzisiert werden.
Quellen: MDR – Nachrichten