Die Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, Kim Yo Jong, hat sich über die feindselige Politik der Vereinigten Staaten beschwert. Anlass für ihre Kritik ist die Entscheidung von Donald Trump, militärische Übungen mit Südkorea zu reduzieren, um offenbar diplomatische Beziehungen zu Nordkorea zu fördern. Kim Yo Jong bezeichnete diese Maßnahmen als unzureichend und warf den USA vor, weiterhin eine feindliche Haltung gegenüber Nordkorea einzunehmen.
Trump und Kim hatten von 2018 bis 2019 mehrere Gipfeltreffen abgehalten, die jedoch letztlich nicht zu einer dauerhaften Lösung führten. Die jüngsten Äußerungen von Kim Yo Jong könnten darauf hindeuten, dass Nordkorea nicht gewillt ist, Kompromisse einzugehen, solange die USA ihre militärischen Aktivitäten in der Region fortsetzen.
Analysten sehen Trumps Annäherung an Nordkorea als einen Versuch, politische Signale sowohl nach Pyongyang als auch nach Seoul zu senden. Diese Entwicklung könnte jedoch auch die Spannungen in der Region verstärken, da Nordkorea weiterhin an seinen Rüstungsprogrammen festhält und diplomatische Fortschritte als unzureichend wahrnimmt.
Quellen: Spiegel Online, The Independent