In der westlichen Region der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) ist eine illegale Goldmine eingestürzt, wobei Dutzende Menschen ums Leben kamen. Der Vorfall ereignete sich nahe der Grenze zu Kamerun, wo sich zahlreiche informelle Bergarbeiter an ungesicherten Minenstellen auf die Suche nach Gold machen. Lokale Hilfsorganisationen und Behörden schätzen die Zahl der Toten auf bis zu 100, während offizielle Angaben noch ausstehen.
Rettungsteams sind vor Ort und durchsuchen die Trümmer nach Überlebenden. Aufgrund des instabilen Geländes und fehlender technischer Ausrüstung gestalten sich die Such- und Bergungsmaßnahmen jedoch äußerst schwierig. Augenzeugen berichten von chaotischen Szenen, als der Hang plötzlich abrutschte und Arbeiter unter tonnenschwerem Gestein begrub.
Illegale Goldminen sind in der ZAR weit verbreitet, insbesondere in abgelegenen Gebieten mit geringer staatlicher Kontrolle. Die Bevölkerung nutzt diese oft als letzte Einkommensquelle inmitten anhaltender Armut und Instabilität. Experten warnen seit Langem vor den Gefahren solcher Minen, da Sicherheitsvorkehrungen regelmäßig ignoriert werden.
Die Regierung der Zentralafrikanischen Republik steht unter Druck, effektivere Maßnahmen zur Kontrolle des illegalen Bergbaus einzuführen. Gleichzeitig fordern internationale Organisationen mehr Unterstützung für Entwicklungsalternativen, um die Abhängigkeit von riskanten Gewinnungsmethoden zu verringern.
Quellen: Africanews EN, Al Jazeera English