Der Uganda Journalists Association (UJA) hat die sofortige und bedingungslose Freilassung der Journalistin Remy Asiteza gefordert, die seit fünf Tagen in Polizeigewahrsam im zentralen Polizeigefängnis von Kampala festgehalten wird – ohne dass formelle Anklagen erhoben wurden. Die Organisation bezeichnet die Inhaftierung als schweren Eingriff in die Pressefreiheit und einen beunruhigenden Präzedenzfall für unabhängige Berichterstattung im Land.
Asiteza wird vermutlich wegen Recherchen zu einem Thema von öffentlichem Interesse festgehalten, obwohl die genauen Gründe für ihre Festnahme weiter unklar bleiben. Der UJA zufolge verstößt die willkürliche Inhaftierung gegen die verfassungsmäßigen Rechte auf freie Meinungsäußerung und faire Verfahren. Die Organisation warnt vor einer zunehmenden Kriminalisierung journalistischer Arbeit in Uganda.
Die jüngste Entwicklung sorgt bei Medien- und Menschenrechtsorganisationen für Besorgnis. Internationale Beobachter hatten wiederholt auf Einschränkungen der Pressefreiheit in Uganda hingewiesen, insbesondere im Vorfeld und nach Wahlen sowie bei Berichterstattung über Regierungsangelegenheiten. Der UJA fordert nun eine transparente Aufklärung und die Einleitung einer parlamentarischen Untersuchung zur Überprüfung der Polizeibefugnisse gegenüber Journalisten.
Quellen: AllAfrica – East Africa