Die Gemeinde Monschau im Kreis Aachen hat die Evakuierung mehrerer Ortschaften aufgehoben, nachdem sich die Lage durch das Großfeuer im benachbarten Hohen Venn in Belgien entspannt hat. Wie die örtlichen Behörden mitteilten, sei das Feuer zwar weiterhin aktiv, zeige aber keine nennenswerte Ausbreitung mehr. Spezialkräfte vor Ort berichten, dass die Flammen eingekesselt seien, wodurch die unmittelbare Gefahr für die deutsche Grenzregion deutlich gesunken ist.
Das Feuer hatte in den vergangenen Tagen große Teile des belgischen Naturparks Hohes Venn erfasst und durch starke Winde und Trockenheit auch deutsche Gebiete bedroht. Mehrere Dörfer in der Nähe der Grenze, darunter Imgenbroich und Konzen, waren vorsorglich evakuiert worden. Bürgerinnen und Bürger wurden in Turnhallen und Gemeindezentren untergebracht. Die Rückkehr in die Wohngebiete erfolgt nun schrittweise unter ständiger Überwachung der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes.
Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen warnte vor Spekulationen über die Brandursache. „Jetzt ist nicht die Zeit für Mutmaßungen, sondern für Solidarität und konzentriertes Handeln“, betonte er in einer Pressekonferenz in Düsseldorf. Zugleich dankte er den grenzüberschreitenden Einsatzkräften für ihre Koordination. Die belgischen Behörden vermuten, dass die Trockenheit der Hauptfaktor für die schnelle Ausbreitung war, eine endgültige Klärung steht jedoch noch aus.
Quellen: FAZ Online, Der Tagesspiegel