Die Internationale Organisation für Migration (IOM) der Vereinten Nationen hat am Mittwoch vor einer dramatisch ansteigenden Zahl neuer Binnenvertriebener im Sudan gewarnt. Laut Angaben der UN-Behörde wurden allein seit Ende 2025 mindestens 200.000 Menschen durch die sich verschärfenden bewaffneten Auseinandersetzungen innerhalb des Landes vertrieben. Die anhaltenden Gefechte zwischen rivalisierenden Militärfraktionen haben weite Teile des Landes destabilisiert und die Zivilbevölkerung schwer getroffen.
Hinzu kommt eine sich verschlimmernde Naturkatastrophe: Saisonbedingte Überschwemmungen breiten sich in mehreren Regionen des Sudans aus und zerstören Infrastruktur, landwirtschaftliche Flächen sowie Notunterkünfte. Diese Doppelbelastung aus militärischer Gewalt und Umweltkatastrophe verschärft die humanitäre Krise erheblich. Die IOM betont, dass Millionen Menschen mittlerweile auf dringend benötigte Hilfsgüter wie Nahrung, sauberes Wasser und medizinische Versorgung angewiesen sind.
Die Flutwellen behindern zudem die Lieferung von Nothilfe, da Straßen unpassierbar werden und Brücken beschädigt sind. In besonders betroffenen Gebieten wie Khartoum und im Weißen Nil ist der Zugang für Helfer stark eingeschränkt. Die internationale Gemeinschaft wird aufgefordert, ihre Unterstützung auszuweiten, um einer weiteren Eskalation der humanitären Katastrophe entgegenzuwirken.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa