Marokko wird international zunehmend als zentraler Akteur in der Bewältigung irregulärer Migration anerkannt. In mehreren Stellungnahmen betonten Experten aus verschiedenen Ländern die entscheidende Rolle des nordafrikanischen Landes bei der Gestaltung einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Migrationspolitik im Mittelmeerraum.
Der belgische Jurist Geoffroy Generet plädierte in Brüssel dafür, Marokko als „strategischen Partner“ zu betrachten, mit dem gemeinsam eine umfassende, ausgewogene und langfristig tragfähige Migrationsstrategie entwickelt werden müsse. Er betonte das Prinzip der geteilten Verantwortung angesichts der komplexen Migrationsströme, die Nordafrika und Europa betreffen.
Ähnlich äußerte sich der französische Rechtsprofessor Jérôme Besnard von der Universität Paris-Cité, der Marokko als „ernsthafte, zuverlässige und voll engagierte Partnerin“ bei der Kontrolle von Migrationsbewegungen und der Bekämpfung menschlicher Schmuggelnetzwerke bezeichnete. Auch der brasilianische Geopolitik-Analyst Marcus Vinicius De Freitas bezeichnete Marokko als „wichtigen Partner“ für eine nachhaltige europäische Antwort auf irreguläre Migration im Mittelmeer.
UN-Menschenrechtsexperte Louis-Marie Bouaka sowie der senegalesische Analyst Mankeur Ndiaye unterstrichen zudem, dass Marokkos Ansatz zur Bekämpfung irregulärer Einwanderung und Menschenhandel Anerkennung und Unterstützung verdiene. Die vielfachen internationalen Stimmen unterstreichen die wachsende geopolitische Bedeutung Marokkos im Bereich der Migrationssteuerung und grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.
Quellen: AllAfrica – North Africa